Überblick

Welches Studium passt zu dir?

Finde heraus, welche Studiengänge für dich infrage kommen. Der Weg dorthin führt über deine Stärken und Interessen.

So kannst du einen passenden Studiengang finden

Das geht nicht von heut' auf morgen. Es ist ein Prozess mit mehreren Schritten.

Beginne am besten bei dir selbst und stelle dir folgende Fragen:

  • Was kann ich besonders gut?
  • In welchen Schulfächern habe ich gute Noten?
  • Welche Themen in der Schule haben mich besonders interessiert?
  • Welche Hobbys habe ich, was mache ich gerne in der Freizeit?
  • Welche Aufgaben machen mir Spaß?
  • Welche Stärken schätzen andere an mir?
  • Wie kann ich meine beruflichen Vorstellungen verwirklichen?

Mit dem Selbsterkundungstool zum passenden Studium

Das Selbsterkundungstool hilft dir dabei, deine Stärken und Interessen einzuschätzen. Damit kannst du herausfinden, welche Studienfelder und Studiengänge genau zu dir passen könnten. Nimm dir etwas Zeit und probiere es aus! Natürlich nehmen dir die Ergebnisse nicht die Entscheidung ab. Aber sie sind gut geeignet, um dich in deiner Studienorientierung weiter zu bringen.

HIER geht es zum Selbsterkundungstool

Studienfeldbezogene Beratungstests

Mit den sogenannten studienfeldbezogenen Beratungstests der Berufsberatung kannst du herausfinden, wie gut deine Interessen und Fähigkeiten zu den Anforderungen bestimmter Studienfelder passen. Die Tests gibt es für die Bereiche Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik/Mathematik, Philologische Studiengänge sowie für die Rechtswissenschaften. Mehr zum Ablauf der Tests findest du im Flyer zu den studienfeldbezogenen Beratungstests.

Die Testergebnisse können dich bei deiner Entscheidung unterstützen. Mach am besten gleich einen Beratungstermin aus!

HIER geht´s zum Online-Kontaktformular für einen Beratungstermin

Self-Assessments der Hochschulen und weitere Orientierungstests

In den vergangenen Jahren haben viele deutschsprachige Hochschulen eigene Online-Studienberatungstests entwickelt (sogenannte Online-Self-Assessments – OSA). Eine Übersicht findest du im OSA-Vergleichsportal.

Es enthält Informationen zu mehr als 500 Online-Tests deutscher, schweizerischer und österreichischer Hochschulen. Du kannst zwischen fachübergreifenden oder fächerspezifischen Tests auswählen.

Einen Überblick zu Orientierungstests und Testverfahren findest du auch bei abi>>

In "untypische" Studienberufe hineinschnuppern

- mit Girls`Day/Boys`Day, Sommerunis und Co.

Als Mädchen einen technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengang wählen? Viele Hochschulen öffnen ihre Lehrveranstaltungen schon ab der 10. Klasse speziell für Schülerinnen, um sich in den sogenannten MINT-Fächern auszuprobieren. Die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Hier eine Auswahl:

Girls`Day/Boys`Day: Ende April jeden Jahres laden Unternehmen und Hochschulen in ganz Deutschland zum Girls`Day ein. Du kannst dort Einblicke in spannende Berufe in Technik und Naturwissenschaften, Forschung und Wissenschaft, Informatik und Handwerk gewinnen. Für Jungs gibt es zeitgleich den Boys`Day.

Ihr könnt dort Berufe im sozialen und pflegerischen Bereich ausprobieren, in denen bislang wenige Männer arbeiten.

Sommeruniversitäten: Während der Schulferien kannst du in den meist ein- oder zweiwöchigen Sommerunis Forschungseinrichtungen und Labors kennenlernen und dir Infos aus erster Hand holen. Suche im Internet oder an deiner Hochschule nach "Sommeruni".

MINT ausprobieren: In der Projektlandkarte "Komm, mach MINT"

haben sich über 1.000 Projekte eingetragen, in denen du zum Beispiel in technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge hineinschnuppern kannst. Du findest dort auch Stipendien, Wettbewerbe und Mentoring-Angebote.

Tipp:

In der Veranstaltungsdatenbank kannst du weitere Termine finden, etwa Hochschul- oder Karrieremessen in deiner Umgebung.

HIER findest Du Veranstaltungen in deiner Nähe

Studium oder Ausbildung?

Etwa ein Viertel aller jungen Menschen mit Hochschulreife entscheidet sich für eine berufliche Ausbildung.

Auch du denkst über einen Schritt in die Praxis nach dem Abitur nach? Wenn dir Karriere wichtig ist, sollte die gewünschte Berufsausbildung Raum für Entwicklung (etwa durch Weiterbildungsmöglichkeiten) bieten. Interessant sind auch Ausbildungen mit Doppelqualifikation oder landesrechtlich geregelte Ausbildungen, die das Abitur voraussetzen.

Eine Entscheidungshilfe findest du unter "Studium oder Ausbildung? Oder beides".

Einen Überblick über Ausbildungsberufe, die sich für Abiturienten besonders eignen, findest du bei studienwahl.de.

Reportagen zu Ausbildungsberufen für Menschen mit Abitur findest du bei abi>>.

Detail-Informationen zu allen Ausbildungsberufen findest du im BERUFENET.

Die Berufsberatung unterstützt dich gerne bei der Suche! Mach einen Termin aus.

Studieren ohne Abitur / Hochschulreife

Wer eine Weiterbildung zur Meisterin bzw. Meister, zur Technikerin bzw. Techniker, zur Fachwirtin bzw. Fachwirt gemacht hat, kann in der Regel jedes Fach studieren.

Hast du eine abgeschlossene Ausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung, so darfst du innerhalb deiner beruflichen Fachrichtung studieren. Zum Teil musst du vorher einen Eignungstest machen.

Welche Voraussetzungen für dein Bundesland genau gelten, kannst du auf der Seite Studieren-ohne-Abitur.de nachlesen.

Tipp:

Bei musischen und künstlerischen Studiengängen kann der Nachweis der Hochschulreife unter Umständen entfallen. Frage nach bei der Hochschule oder der Berufsberatung in deiner Arbeitsagentur vor Ort.

In Deutschland studieren

Du kommst aus dem Ausland und möchtest in Deutschland studieren?

Einen ersten Überblick bekommst du im BERUFE.TV-Film.

Informationen zum Studium in englischer Sprache gibt's bei studienwahl.de.

Informationen für Geflüchtete findest du bei abi.de.

Tipp:

Grundlegende Informationen zu Deutschland findest du unter "Für Menschen aus dem Ausland".

Wähle dein Studienfeld

Du hast schon eine erste Vorstellung davon, in welchem Bereich du ein Studium antreten willst? Finde in den folgenden Beschreibungen Studienbereiche und Studienangebote, die in Frage kommen.

Die Studienfelder im Überblick

Es gibt viele Studiengänge! Ordnen lassen sie sich nach Studienfeldern. Suche dir in dieser Übersicht jene Felder aus, die dich besonders interessieren. Auf den folgenden Seiten bei studienwahl.de kannst du dich dann über die einzelnen Felder und Bereiche informieren.

Ingenieurwissenschaften

Ingenieurinnen und Ingenieure suchen – unabhängig vom jeweiligen Fachgebiet – nach innovativen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Lösungen sowie Produkten. Bei ihrer Arbeit berücksichtigen sie jeweils neueste naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse.

Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik

Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beobachten und beschreiben Natur-Erscheinungen. Sie erforschen Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten. Dazu führen Sie meist Experimente durch. Die Ergebnisse beschreiben sie mit Hilfe von Formeln, Modellen oder Theorien.

Agrar- und Forstwissenschaften

Die Erzeugung und Verarbeitung von Biomasse oder tierischen Produkten steht im Zentrum dieses Studienfeldes. Dazu gehören Agrarwissenschaften, Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau, Holzwirtschaft, Holztechnik, Landschaftsarchitektur sowie Landespflege.

Medizin, Gesundheitswesen

Die Medizin beschäftigt sich mit der Erkennung, Heilung, Linderung und Prävention von Krankheiten oder Verletzungen bei Mensch und Tier. Zudem erforscht sie deren Ursachen, entwickelt neue Diagnose- und Behandlungsmethoden sowie Heilmittel.

Rechts- und Wirtschaftswissenschaften

Die Wirtschaftswissenschaften bestehen im engeren Sinn aus den beiden klassischen Disziplinen Volkswirtschaftslehre (VWL) und Betriebswirtschaftslehre (BWL). Die Rechtswissenschaften (Jura) beschäftigen sich mit Rechtsprechung und Gesetzgebung.

Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Sport

Im Zentrum der Sozialwissenschaften bzw. Gesellschaftswissenschaften steht die Erforschung des gesellschaftlichen Lebens der Menschen. Politische Strukturen, Sozialwesen und Pädagogik werden ebenso dazu gerechnet wie die Theologie, zudem Sport.

Sprach- und Kulturwissenschaften, Musik, Kunst und Gestaltung

Sprach- und Kulturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler untersuchen und deuten Kulturleistungen (etwa Sprache, Literatur, Kunst). Der Bereich Kunst, Musik und Gestaltung widmet sich dem gezielten kreativen Gestalten mit bildnerischen und musikalischen Mitteln sowie dessen Vermittlung.

Lehramtsausbildung in Deutschland

Du möchtest Lehrerin oder Lehrer werden? Erfahre alles Wesentliche über die Ausbildung, Studienvoraussetzungen und Inhalte eines Lehramtsstudiums. Informiere dich über die unterschiedlichen Regelungen zur Lehramtsausbildung in den 16 Bundesländern.

Studienwege in der öffentlichen Verwaltung

Die Behörden des Bundes, der Länder und die Stadt- und Gemeindeverwaltungen bieten Schulabgängerinnen und -abgängern mit Abitur oder Fachhochschulreife (oder gleichwertig) Ausbildungswege in vielen zukunftsorientierten Berufen im Beamtenverhältnis.

Tipp:

Willst du lieber theorieorientiert (etwa im Bereich Grundlagenforschung) oder praxisnah (mit Anwendungsbezug) studieren? Im ersten Fall könnte das Studium an einer Universität das richtige für dich sein. Im zweiten Fall das Studium an einer (Fach-)Hochschule bzw. Hochschule für angewandte Wissenschaften. Auch ein duales Studium könnte in Betracht kommen.

Studienabschlüsse

Bei der Wahl eines bestimmten Studienangebotes legst du dich auch auf einen Abschluss fest. Lies nach, welche Studienabschlüsse es gibt.

Was ist ein Bachelor?

Der Bachelor ist ein erster Studienabschluss, den es weltweit in vielen Ländern gibt. Ein Bachelorstudium dauert normalerweise drei bis vier Jahre. Am Ende schreibst du eine Abschlussarbeit. Dann darfst du dich je nach Fachbereich zum Beispiel Bachelor of Arts, Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering nennen. Mit einem Bachelorabschluss bist du in vielen Berufen schon grundlegend gerüstet für die Arbeitswelt.

Der Bachelorabschluss berechtigt grundsätzlich dazu, ein Masterstudium aufzunehmen. Die Hochschulen können aber weitere Voraussetzungen für den Zugang zum Masterstudium festlegen.

Was ist ein Master?

Ein Master ist ein weiterführender Abschluss, mit dem du dein Wissen vertiefen kannst. Das Studium dauert in der Regel ein bis zwei Jahre. Je nach Fachbereich schließt du mit einem Master of Arts, Master of Science oder einer anderen Bezeichnung ab. Das Masterstudium baut meist auf einem Bachelorabschluss auf („konsekutiver Master"). Es ist auch möglich, nach dem Bachelor erst einmal Berufspraxis zu sammeln und dann ein Masterstudium anzuhängen ("weiterbildender Master").

Masterabschlüsse, die an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen oder an Fachhochschulen erworben wurden, berechtigen grundsätzlich zur Promotion. Sie eröffnen auch den Zugang zu den Laufbahnen des höheren Dienstes in der öffentlichen Verwaltung.

Ein Master-Abschluss wird in einigen Arbeitsbereichen von den Bewerberinnen und Bewerbern erwartet.

Was ist ein Staatsexamen?

Einige Studiengänge schließen mit einer staatlichen Prüfung ab, dem Staatsexamen. Dazu gehören Human-, Tier- und Zahnmedizin, Rechtswissenschaften, Pharmazie, Lebensmittelchemie und je nach Bundesland auch einige Lehramtsstudiengänge.

Mit bestandenem Staatsexamen ist die Zulassung zu bestimmten Berufen bzw. Vorbereitungsdiensten verbunden. Auf das erste Staatsexamen folgt dann meist noch ein zweites oder drittes Staatsexamen, oft nach einer praktischen Phase, zum Beispiel einem Referendariat.

Was ist ein Diplom?

Ein Diplomstudiengang dauert in der Regel drei bis fünf Jahre. Er besteht aus einem Grund- und einem Hauptstudium in einem einzelnen Fach. Nach dem Grundstudium musst du eine Zwischenprüfung ablegen, nach dem Hauptstudium eine Diplomarbeit schreiben.

Diplomstudiengänge werden derzeit nur noch vereinzelt angeboten. Sie wurden in den vergangenen Jahren weitgehend durch Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss ersetzt.

Was ist eine Promotion?

Eine Promotion ist wichtig für Aufgaben in Wissenschaft und Forschung. Um promovieren zu können, brauchst du in der Regel einen Masterabschluss oder ein bestandenes Staatsexamen. Im Rahmen des Promotionsverfahrens schreibst du eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit, die Dissertation ("Doktorarbeit"). Auch das Promovieren mit mehreren verschiedenen Veröffentlichungen ist möglich. Nach erfolgreicher Promotion bekommst du den akademischen Grad eines Doktors verliehen.

In der Regel ist eine Promotion nur an Universitäten und Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung möglich, teilweise auch an Kunst-, Musik- oder Fachhochschulen.

Weitere Studienabschlüsse

Der Magisterabschluss war lange Jahre der klassische Studienabschluss in den Sprach- und Kulturwissenschaften, zum Teil auch in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Inzwischen gibt es nur noch vereinzelt Magisterstudiengänge, da diese auf Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt wurden.

In theologischen Studiengängen gibt es neben Diplom-, Magister-, Bachelor- und Masterabschlüssen auch die kirchliche Abschlussprüfung als Studienabschluss (Kirchliches Examen). Grundlage ist eine von der Kirchenbehörde erlassene Prüfungsordnung.

Hochschularten

In Deutschland gibt es verschiedene Arten von Hochschulen. Lies hier nach, worin sie sich unterscheiden.

Was ist eine Universität?

Universitäten widmen sich der Wissenschaft und der (Grundlagen-)Forschung. Sie bieten in der Regel viele verschiedene Studiengänge aus allen Fachgebieten an.

Manche spezialisieren sich auf bestimmte Fachgebiete, so etwa Technische Universitäten, Pädagogische oder Kirchliche Hochschulen. Die Fernuniversität Hagen hat sich dagegen auf das Fern- und Onlinestudium spezialisiert.

Bestimmte Studiengänge kannst du nur an diesem Hochschultyp studieren, zum Beispiel Lehramt oder Medizin. Außerdem dürfen nur Universitäten und gleichgestellte Hochschulen den Doktortitel (Promotion) verleihen.

Was ist an einer (Fach-)Hochschule anders?

Fachhochschulen beziehungsweise Hochschulen für angewandte Wissenschaften (auch englisch „Universities of Applied Sciences“ genannt), orientieren sich stärker an der Praxis. Projekte oder Praxissemester sind in das Studium integriert. Ihr Angebot konzentriert sich auf ausgewählte Studienfächer aus bestimmten Fachgebieten. Typisch sind etwa Ingenieur-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften.

Fachhochschulen für (öffentliche) Verwaltung bilden Beamtinnen und Beamte für den gehobenen Dienst aus.

Was sind Duale Hochschulen und Berufsakademien?

Berufsakademien sind Bildungseinrichtungen, die Studium und Ausbildung in einem meist dreijährigen Bildungsgang - dem dualen Studium - verbinden. Neben dem theoretischen Unterricht an der Berufsakademie machst du Praktika in Betrieben. In einigen Fällen kannst du gleichzeitig eine Ausbildung in einem Unternehmen machen.

Studienmöglichkeiten gibt es in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen. Berufsakademien verleihen staatliche Abschlussbezeichnungen (keine akademischen Grade). Mögliche Abschlüsse an Berufsakademien sind nicht nur Bachelor / Master, auch Bezeichnungen wie "Diplom-Betriebswirt/in" mit dem Zusatz "Berufsakademie" sind zum Beispiel möglich.

In Baden-Württemberg und Thüringen gibt es anstelle von Berufsakademien inzwischen Duale Hochschulen. Diese haben den Status einer Fachhochschule und verleihen akademische Grade.

TIPP: Auch einige Fachhochschulen und Universitäten bieten duale Studiengänge an.

Was gibt es noch?

Darüber hinaus gibt es Kunst- und Musikhochschulen, Filmhochschulen und Schauspielhochschulen. Um dort zu studieren, solltest du künstlerisch und / oder musikalisch talentiert sein. Deswegen musst du in der Regel vorab eine Aufnahmeprüfung machen.

Auf www.studienwahl.de kannst du viele weitere Informationen zum Thema Hochschularten nachlesen.

Studiengänge und Studienformen

Im gestuften Studiensystem mit Bachelor- und Masterstudiengängen kannst du international anerkannte Abschlüsse erwerben. Neben dem klassischen Studium vor Ort an der Hochschule gibt es noch andere Arten zu studieren. Erfahre hier, welche das sind.

Welchen Vorteil hat das gestufte Studiensystem?

Die Studiengänge in Deutschland sind inzwischen zu einem großen Teil auf das international anerkannte System aus Bachelor- und Masterstudiengängen umgestellt worden. Damit soll vor allem der internationale Austausch und die Anerkennung von Studienleistungen verbessert werden, die an ausländischen Hochschulen erworben werden.
Weitere Vorteile sind zum Beispiel:

  • Bachelorstudiengänge qualifizieren in relativ kurzer Zeit (3-4 Jahre) bereits für den Berufseinstieg.
  • Masterstudiengänge (1-2 Jahre Dauer) können direkt im Anschluss ("konsekutiv") oder auch nach einigen Jahren Berufserfahrung begonnen werden und ermöglichen damit eine flexible Karriereplanung.
  • Masterstudiengänge können in einem anderen Studienfach gewählt werden, was Spezialisierung und individuelle Gestaltung des Studienverlaufs ermöglicht.

Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen gibt es in bestimmten Bereichen noch Studiengänge, die mit anderen Studienabschlüssen enden (zum Beispiel Staatsexamen, Diplom, Magister). In manchen Studienfächern gibt es daher sowohl Studiengänge im Bachelor-/Mastersystem als auch solche, die beispielsweise mit Staatsexamen oder Diplom abschließen können.

Was ist ein Duales Studium?

Ein duales Studium verbindet das Studium an einer (Dualen) Hochschule oder Berufsakademie mit einer Berufsausbildung oder mit längeren praktischen Phasen in Unternehmen.

Es gibt verschiedene Formen des dualen Studiums:

  • In einem ausbildungsintegrierten Studium studierst du ein bestimmtes Fach und machst parallel eine Berufsausbildung in einem Unternehmen. Nach bestandener Prüfung hast du gleich zwei Abschlüsse: Den Studienabschluss (meist: Bachelor) sowie einen anerkannten Abschluss in einem Ausbildungsberuf.
  • In einem praxisintegrierenden Studiengang ist das Studium eng mit praktischen Phasen in einem Unternehmen verbunden. Zwischen den Lehrveranstaltungen an der Hochschule und der praktischen Ausbildung besteht ein inhaltlicher Bezug. Am Ende hast du einen Studienabschluss und viel Praxiserfahrung.

Wegen der engen Verzahnung von Theorie und Praxis wird das duale Studium manchmal auch als "Studium im Praxisverbund", "Verbundstudium" oder "kooperatives Studium" bezeichnet.

Kann man ein Studium auch neben einer Berufstätigkeit absolvieren?

Du bist schon berufstätig oder betreust ein eigenes Kind oder andere Familienangehörige? Dann ist ein Präsenzstudium mit ganztägiger Anwesenheit an der Hochschule vielleicht nicht möglich.

An manchen Hochschulen gibt es deshalb spezielle Studiengänge, die berufsbegleitend oder in Teilzeit absolviert werden können. Die Studienmodelle können dabei ganz unterschiedlich aussehen, zum Beispiel

  • kann der zeitliche Aufwand pro Semester niedriger als bei einem Vollzeitstudium, aber die gesamte Studiendauer um einige Semester länger sein,
  • können Präsenzphasen am Abend oder am Wochenende stattfinden,
  • können unterschiedlich lange Phasen des Selbst- oder Onlinestudiums vorgesehen sein.

Unter www.studienwahl.de gibt es weitere Infos zum Teilzeitstudium neben dem Beruf und zu besonderen Studiengängen für beruflich Qualifizierte.

Kann man von Zuhause aus studieren?

Ja, in Fern- und Onlinestudiengängen ist das möglich. Dabei bekommst du die Lernmaterialien zugeschickt oder kannst sie online abrufen. Den Lernstoff erarbeitest du selbstständig, bearbeitest Aufgaben online oder schickst sie ein und nimmst an Prüfungen oder ergänzenden Präsenzveranstaltungen teil. Diese finden meist in Studienzentren statt, die es in verschiedenen Städten gibt. Mit anderen Studierenden kannst du dich in Online-Chats und Foren austauschen.

Es gibt spezielle Hochschulen, die sich auf Fern- und Onlinestudiengänge spezialisiert haben. Aber auch "normale" Präsenzhochschulen bieten Fernstudiengänge an. Du kannst allerdings nicht jedes Fach im Fernstudium belegen.

Ausführliche Informationen zum Fern- und Onlinestudium findest du unter: www.studienwahl.de

Was ist ein internationales Studium?

Es gibt Studiengänge, die international ausgerichtet sind. Das kann je nach Hochschule etwas anderes bedeuten. Oft werden einzelne Veranstaltungen, manchmal der komplette Studiengang in anderen Sprachen gehalten. Häufig ist auch ein längerer Auslandsaufenthalt an einer Partneruniversität Pflicht. In einigen Fällen kannst du dabei auch einen deutschen und einen ausländischen Abschluss erwerben. Man spricht dann vom internationalen Doppelabschluss.

Umfassende Informationen zum Studium im Ausland findest du beim Deutschen Akademischen Austauschdienst und bei studieren weltweit.

Aufbau und Ablauf eines Studiums

Regelstudienzeit, Module, ECTS – hier findest du alle wichtigen Informationen darüber, wie ein Studium aufgebaut ist.

Was ist ein Semester?

Das Jahr an der Hochschule ist meist in Semester aufgeteilt. Jedes davon dauert ein halbes Jahr. Es gibt das Sommer- und das Wintersemester. Viele Studiengänge starten ausschließlich zum Wintersemester. An einigen wenigen Hochschulen gibt es die Einteilung in Trimester. Davon gibt es dann drei pro Jahr.

Wie lange dauert ein Studium?

Das kommt auf die Art des Abschlusses und den Studiengang an. Ein Bachelorstudium dauert in der Regel sechs bis acht Semester, ein anschließendes Masterstudium zwei bis vier. Wie viele Semester dein Studiengang dauert, kannst du in der Prüfungsordnung nachlesen. Dort ist eine Regelstudienzeit festgelegt.

Bei Teilzeit- und berufsbegleitenden Studiengängen ist die Regelstudienzeit meist länger. Dadurch können zum Beispiel Berufstätigkeit oder Kindererziehung und ein Studium besser vereinbart werden.

Wie gliedert sich ein Studium?

Was du bis zum Ende deines Studiums lernen sollst, steht in der Prüfungsordnung deines Studiengangs. Du findest diese auf der Website deiner Hochschule.
Der Lernstoff ist aufgeteilt in verschiedene Module. Das sind Einheiten, die sich inhaltlich einem bestimmten Thema widmen.

Diese Module bestehen aus mehreren Seminaren oder Vorlesungen und sollten meist in ein oder zwei Semestern belegt werden. Manchmal gibt es auch Wahlpflichtmodule, also mehrere Möglichkeiten, zwischen denen du dich entscheiden kannst.

Häufig sind auch Praktika oder Auslandssemester ein fester Bestandteil des Studiums.

Was sind Credit-Points (ECTS)?

Das steht für European Credit Transfer System. Wenn du eine Veranstaltung erfolgreich beendest, bekommst du eine festgelegte Anzahl an Punkten. Diese ECTS-Punkte geben den Arbeitsaufwand für die Veranstaltung an. Du musst eine bestimmte Anzahl an Punkten sammeln, um Module abzuschließen.

Dieses System wird in vielen europäischen Ländern verwendet. Das macht es einfacher, wenn du die Hochschule wechselst oder dir Leistungen aus einem Auslandssemester anrechnen lassen möchtest.

Wie wird der Lernstoff vermittelt?

Welche Veranstaltungen im Semester angeboten werden, kannst du online im Vorlesungsverzeichnis deiner Hochschule nachlesen. Grundsätzlich gibt es folgende Typen:

  • In Vorlesungen trägt ein Dozent / eine Dozentin den Lehrstoff vor, meistens in einem Hörsaal. Parallel dazu finden oft Übungen zur Vertiefung statt. Am Ende legst du eine Prüfung ab.
  • In Seminaren ist deine aktive Mitarbeit gefragt. Die Teilnehmerzahl ist meist begrenzt. Als Leistungsnachweis dienen hier meist Referate oder eine Seminararbeit zum Semesterende.
  • Die meisten Veranstaltungen finden regelmäßig über das Semester verteilt statt, manche aber auch in begrenzten Zeitfenstern. Dann ist das Seminar auf wenige Tage oder Wochen konzentriert.

Was sind Semesterwochenstunden?

Wie umfangreich ein Seminar oder eine Vorlesung ist, wird in Semesterwochenstunden (SWS) angegeben. Diese sagen dir, wie viele Stunden pro Woche für das Modul einzuplanen sind. In einigen Bundesländern heißt das auch Lehrveranstaltungsstunden (LVS).

Wie endet das Studium?

Dein Studium beendest du in den meisten Fällen damit, dass du eine Abschlussarbeit schreibst: die Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit. Damit zeigst du, dass du gelernt hast, wissenschaftlich zu arbeiten. Je nach Studienfach kann dazu auch ein praktischer Teil gehören.

Wenn du mit Ziel Staatsexamen oder Magister (nur noch in Theologie möglich) studierst, endet das Studium mit einer Abschlussprüfung. Diese besteht aus mehreren Prüfungsteilen, die nacheinander abgelegt werden. Dazu gehört auch eine schriftliche Abschlussarbeit. Am Ende wird eine Gesamtnote gebildet.

Wo gibt es weiterführende Informationen?

Viele weitere wichtige Begriffsklärungen findest du im Hochschul-ABC von studienwahl.de.

Zugang und Zulassung zum Studium

Nicht alle Studiengänge stehen allen Bewerbern offen. Was es bei der Zulassung zur Hochschule zu beachten gilt, erfährst du hier.

Wer darf überhaupt studieren?

Studieren darf, wer eine sogenannte "Hochschulzugangsberechtigung" hat. Diese ist an bestimmte Schulabschlüsse geknüpft. Je nachdem, welchen der der folgenden Schulabschlüsse du erwirbst, kannst du bestimmte Fächer an bestimmten Hochschulen studieren:

  • Allgemeine Hochschulreife: Mit dem "Abitur" hast du die allgemeine Zugangsberechtigung für grundsätzlich alle Studiengänge an deutschen Hochschulen.
  • Fachgebundene Hochschulreife: Hier ist die Hochschulzugangsberechtigung beschränkt auf bestimmte Studienfächer an den Hochschulen.
  • Fachhochschulreife: Damit hast du Zugang zu allen Studiengängen an Fachhochschulen oder bestimmten Studiengängen an anderen Hochschulen

Diese Schulabschlüsse kannst du natürlich auch nachträglich auf dem sogenannten "Zweiten Bildungsweg" erwerben. Wer ein Masterstudium beginnen will, benötigt in der Regel einen ersten Hochschulabschluss.

Tipp:

Die Fachhochschulreife setzt sich aus einem schulischen und einem praktischen Teil zusammen. Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe kann in den meisten Bundesländern nach dem Besuch von zwei Schulhalbjahren der schulische Teil der Fachhochschulreife zuerkannt werden. Ohne den praktischen Teil (meist ein einjähriges Praktikum oder eine abgeschlossene Berufsausbildung) wird allerdings keine Fachhochschulreife erworben. Dies kann zu Problemen bei der Hochschulzulassung führen. Daher empfiehlt es sich, grundsätzlich beide Teile zu absolvieren. Frag bei der Berufsberatung nach, wenn du unsicher bist.

Kann man auch ohne Abitur studieren?

Ein Studium kann auch ohne eine schulische Hochschulreife begonnen werden. Dazu musst du bestimmte berufliche Qualifikationen nachweisen:

  • Wer eine Weiterbildung zur Meisterin bzw. zum Meister, Technikerin bzw. Techniker oder Fachwirtin bzw. Fachwirt gemacht hat, kann in der Regel jedes Fach seiner Wahl studieren.
  • Hast du eine Ausbildung abgeschlossen und eine mehrjährige Berufserfahrung, darfst du innerhalb deiner beruflichen Fachrichtung studieren – musst aber möglicherweise einen Eignungstest machen.

Welche Voraussetzungen für dein Bundesland gelten, kannst du unter Studieren ohne Abitur nachlesen.

Tipp: Auch bei musischen und künstlerischen Studiengängen kann der Nachweis der Hochschulreife unter Umständen entfallen.

Was gibt es noch für Zugangsvoraussetzungen?

Je nach Studiengang musst du manchmal zusätzliche Vorgaben erfüllen.

Mal ist ein Vorpraktikum gefragt, mal musst du Sprachkenntnisse mitbringen. Manchmal musst du praktisch nachweisen, dass du für das Studium geeignet bist. Viele gestalterische Studiengänge verlangen eine Bewerbungsmappe, in der du künstlerische Arbeiten zeigst. Musikalische Studiengänge setzen ein überzeugendes Vorspielen voraus. In sportwissenschaftlichen Studiengängen gibt es meist eine Eignungsprüfung.

Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen, etwa den Numerus Clausus (N.C.), kannst du unter Bewerbung um einen Studienplatz nachlesen.

Jobben neben dem Studium

Ein Nebenjob kann helfen, dein Studium zu finanzieren oder die Haushaltskasse aufzubessern. Idealerweise sammelst du dabei Erfahrungen, die auch für dein Studium relevant sind.

Was macht eine studentische Hilfskraft?

Studentische Hilfskräfte (manchmal auch „Hiwis“ genannt) arbeiten neben dem Studium an der Hochschule. Die Aufgaben sind sehr vielfältig. Sie helfen etwa dem Lehrpersonal, Seminare vorzubereiten, assistieren bei Experimenten oder erledigen Verwaltungsaufgaben. Meist wirst du dabei nach Stunden bezahlt.

TIPP: Versuche, eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft in deinem Institut oder deiner Fakultät zu finden. Dies kann dir im Studium weiterhelfen und vielleicht auch bei der späteren Jobsuche.

Was macht eine Werkstudentin oder ein Werkstudent?

Als Werkstudentin oder Werkstudent arbeitest du neben dem Studium in einem Unternehmen. Während der Vorlesungszeit darfst du maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Die Grenze gilt nicht in den Semesterferien. Optimal ist es, wenn deine Aufgaben inhaltlich mit dem Studium zu tun haben. So kannst du theoretische Kenntnisse in der Praxis anwenden. Außerdem erhältst du frühzeitig Bezug zum späteren Berufsleben.

TIPP: Einige Studierende schreiben ihre Abschlussarbeit als Werkstudentin oder Werkstudent in einem Unternehmen. Wenn du Glück hast, kann das im Anschluss sogar zu einer Beschäftigung führen.

Was ist ein Minijob?

Unter einem Minijob versteht man eine geringfügige Beschäftigung. Damit verdienst du nicht mehr als 450 Euro im Monat. Du zahlst in der Regel keine Steuern. Lediglich in die gesetzliche Rentenversicherung muss eingezahlt werden. Davon kannst du dich befreien lassen, hast dann aber später weniger Rentenansprüche.

Was ist eine kurzfristige Beschäftigung?

Kurzfristig beschäftigt bist du, wenn dein Job auf 70 Tage oder 3 Monate im Jahr befristet ist. Die Höhe des Verdienstes sowie die geleisteten Arbeitsstunden sind dabei unerheblich. Außerdem fallen keine Abgaben für die Sozialversicherung an. Allerdings musst du Lohnsteuer zahlen.

TIPP: Diese Art der Beschäftigung wird oft für Tätigkeiten in den Semesterferien gewählt.

Wie findet man einen Minijob?

Wenn du einen Nebenjob suchst, musst du die Initiative ergreifen.

  • Stellen an der Hochschule findest du etwa übers schwarze Brett oder die Homepage. Manche Hochschulen haben eigene Jobvermittlungen für Studierende.
  • Ansonsten hilft dir deine Arbeitsagentur, befristete Stellen zu finden.
  • Extra für Minijobs gibt es die Minijob-Zentrale.

Wann besteht Anspruch auf Mindestlohn?

Grundsätzlich hast du auch als Studentin oder Student Anspruch auf derzeit 8,84 Euro Mindestlohn. Ausnahmen sind:

  • im Lehrplan deines Studiengangs vorgeschriebene Praktika und
  • Praktika zur Berufsorientierung, die nicht länger als drei Monate dauern.

Ob bei deinem Praktikum der Mindestlohn zu zahlen ist, kannst du am einfachsten mit dem Klickpfad Mindestlohn und Praktikum überprüfen.

Welche Grenzwerte muss man beachten:

Wenn du zu viel arbeitest oder zu viel verdienst, kann das negative Folgen haben. Deshalb solltest du die Grenzwerte immer im Auge haben. Hier sind die wichtigsten:
 

     
 

BAföG

Freibetrag: 450 Euro pro Monat

 

Familienversicherung

Höchstens 415 Euro pro Monat (bei Minijob: 450)

 

Studentische Pflichtversicherung

Nicht mehr als 20 Stunden Arbeit pro Woche; Ausnahmen:
z. B. vorlesungsfreie Zeit

 

Steuern

Grundfreibetrag 8.652 Euro (2016)

 

Kindergeld

Im Masterstudium: nicht mehr als 20 Stunden pro Woche

Finanzielle Unterstützung im Studium

Nicht immer können Eltern ihre Kinder finanziell unterstützen. Finde heraus, welche Möglichkeiten es noch gibt.

Was ist BAföG?

BAföG steht für „Bundesausbildungsförderungsgesetz“. Damit ist die staatliche finanzielle Unterstützung in Studium und schulischer Ausbildung gemeint. Studierende und zum Teil auch Schülerinnen und Schüler können diese beantragen.

Ob du BAföG bekommst und wie viel, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem:

  • deiner Wohnsituation
  • dem Einkommen deiner Eltern
  • einem eventuellen Nebenjob
  • deinem Vermögen

Den monatlichen Betrag für Studierende gibt es zur Hälfte als zinsloses Darlehen, das du später zurückzahlen musst, und zur Hälfte als Zuschuss. Zuständig für den Antrag ist das Amt für Ausbildungsförderung beim Studentenwerk der Hochschule.

Gut zu wissen: Ausführliche Informationen und die Formulare für den Antrag findest du unter www.bafög.de.

Wie bekommt man ein Stipendium?

Um ein Stipendium können sich zum Beispiel Studierende mit sehr guten Leistungen bewerben. Doch auch wer sich politisch, gesellschaftlich oder kirchlich engagiert, hat Chancen. Stipendien werden von vielen verschiedenen Stellen vergeben. Hier einige Beispiele:

  • Hochschulen
  • Begabtenförderungswerke
  • Stiftungen

Was du bei einem Stipendium bekommst, ist unterschiedlich. Oft erhältst du finanzielle Unterstützung in Form von Geld. Diese musst du in der Regel nicht zurückzahlen. Manchmal werden stattdessen bestimmte Ausgaben gefördert. Dies können zum Beispiel Reisekosten oder die Anschaffung von Büchern oder Lehrmaterial sein.

Hier zwei Beispiele von Stipendien:

  • Deutschlandstipendium: Es fördert begabte und leistungsstarke Studierende aller Fächer an den staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland.
  • Aufstiegsstipendium: Es unterstützt talentierte junge Leute mit abgeschlossener Ausbildung und mindestens zwei Jahren Berufspraxis, die ein Studium beginnen wollen.

Neben der finanziellen Unterstützung gibt es in vielen Fällen eine ideelle Förderung. Diese kann dir helfen, im Studium besser voranzukommen. Es kann Beratung sein oder Coaching durch Expertinnen und Experten.

Tipp: Mehr Informationen zum Thema Stipendium findest du unter stipendienlotse.de

Fürs Studium einen Kredit aufnehmen? – geht das?

Ja, mit einem Studien- oder Bildungskredit.

  • Einen Bildungskredit kannst du beantragen, wenn du dich in der Schlussphase deines Studiums befindest. Es gibt ihn auch für Praktika, Aufbaustudiengänge oder Promotion. Er wird abhängig vom Alter für längstens 24 Monate gewährt, zuständig ist die KfW-Bankengruppe.

Diese Kredite werden monatlich ausgezahlt und können unterschiedlich hoch sein. Es gibt sie unabhängig davon, was du oder deine Eltern verdienen.

Wichtig: Kredite musst du – in der Regel nach dem Studium - mit Zinsen zurückzahlen! Du solltest dir daher im Vorfeld der Kreditaufnahme über diese künftige finanzielle Belastung im Klaren sein.

Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du auch ein BAföG-Bankdarlehen beantragen. Etwa, wenn du kein reguläres BAföG mehr bekommst, weil du durch einen Fachrichtungswechsel länger studieren musst. Du kannst es beim Amt für Ausbildungsförderung beantragen.

Tipp: Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) testet regelmäßig Studienkredite. Die Ergebnisse kannst du HIER herunterladen.

Kosten eines Studiums

Wenn an den staatlichen Hochschulen in Deutschland auch derzeit keine Studiengebühren verlangt werden, so ist ein Studium dennoch nicht kostenfrei. Erfahre, welche Kosten zu erwarten sind.

Was kostet ein Studium?

An privaten Hochschulen musst du in der Regel Gebühren für das Studium bezahlen.

An allen Hochschulen fällt für jedes Semester der sogenannte Semesterbeitrag an. Diesen musst du in der Regel bei der Einschreibung oder der sogenannten Rückmeldung für das kommende Semester bezahlen. Im Semesterbeitrag sind Verwaltungsgebühren und der Sozialbeitrag enthalten. Der Sozialbeitrag geht an das Studentenwerk, davon werden Angebote wie Mensa oder Wohnheime finanziert.

TIPP: An manchen Hochschulen ist im Beitrag ein Semesterticket enthalten. Das berechtigt Studierende dazu, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Der Semesterbeitrag ist je nach Hochschule unterschiedlich hoch.

Wieviel Geld braucht man zum Leben?

Das hängt von vielen Faktoren ab – zum Beispiel, in welcher Stadt du lebst oder ob du bei deinen Eltern wohnst. Grundsätzlich geben Studierende am meisten Geld für Miete aus, gefolgt von Ernährung. Außerdem brauchst du Geld für (Zug-)Fahrten, Kleidung, Telefon und Internet sowie natürlich Lernmittel. Durchschnittlich stehen Studierenden laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 918 Euro pro Monat dafür zur Verfügung. Einen Teil davon wenden sie auch für ihre Freizeit auf.

Wie viel Geld du brauchst, kommt auch auf deine Lebensumstände und dein persönliches Verhalten an. Wohnst du alleine oder in einem günstigen Wohnheim? Hast du ein eigenes Auto oder fährst du mit dem Rad? Wie viel Geld gibst du für Kleidung und Freizeitaktivitäten aus? All diese Faktoren beeinflussen deine Ausgaben.

Studieren mit Kind oder pflegebedürftigen Angehörigen

Für Frauen, die ein Kind erwarten, Mütter und Väter mit Kind sowie für Menschen mit Pflegeaufgaben oder Behinderungen ist es oft schwierig, ein Studium zu beginnen oder fortzusetzen. Für diese und ähnliche Situationen bieten Hochschulen Teilzeitstudiengänge oder Urlaubssemester an.

Die Studienberatungsstellen bzw. die Beratungsstellen für Studierende mit Kind der Hochschulen unterstützen bei der Organisation des Studiums und bei offenen Fragen. Empfehlenswert ist es auch, den Dozenten/die Dozentin direkt zu kontaktieren, um frühzeitig Absprachen zu treffen.

Die Hochschulen können Studierenden mit Kind auch Erleichterungen anbieten, wie beispielsweise von der Prüfungsordnung abweichende, individuelle Regelungen. Weitere Informationen hierzu geben die Prüfungsämter.

Als Ansprechpartner/in für Karriereplanung und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben die Hochschulen eine/n Gleichstellungsbeauftragte/n. Verschiedene Hochschulen unterstützen auch mit Mentoring-Programmen. Für eine begrenzte Zeit begleitet dabei eine Mentorin oder ein Mentor beim komplexen Studienalltag.

Auch bei einem Auslandssemester oder Auslandspraktikum unterstützt die Hochschule bei der Planung. Über das EU-Programm ERASMUS+ können Studierende mit Kind neben der regulären Unterstützung einen Sonderzuschuss erhalten.

Weitere Informationen gibt es auch bei der Studienberatung der Agentur für Arbeit vor Ort.

Wohnen im Studium

Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Viele Entscheidungen triffst du zum ersten Mal selbstständig. Eine eigene Wohnung zu beziehen kann dabei ein wichtiger Schritt sein. Doch auch andere Lösungen haben ihre Vorteile.

Natürlich kannst du Geld sparen, wenn du bei den Eltern wohnen bleibst. Je nachdem, wie weit die Hochschule von deinem Zuhause entfernt ist, kann das Pendeln dorthin aber lang werden und mit Kosten verbunden sein. Wenn du nicht am Studienort wohnst, kann es außerdem schwieriger sein, Anschluss zu finden.

Überlege, was dir wichtiger ist:

Mietwohnung / Studentenwohnheim?

Bei den Eltern wohnen bleiben?

Pro:

Pro:

  • Mehr eigene Freiheit
  • Kurze Wege zur Hochschule
  • Teilnahme am Studentenleben
  • Vorteile von „Hotel Mama/Papa“
  • Keine zusätzlichen Wohnkosten
  • Vertrautes Umfeld

Contra:

Contra:

  • Regelmäßige Mietkosten
  • Kosten für Selbstversorgung
  • Fahrtkosten bei Pendeln zum Studienort
  • Abseits vom Studentenleben

Wichtig: Sprich auch mit deinen Eltern darüber, in wie weit sie dich bei deinen Plänen finanziell unterstützen können.

Was ist ein Studierendenwohnheim?

n einem Wohnheim lebst du mit anderen Studierenden zusammen. Oft teilst du dir die Küche und manchmal das Bad mit anderen Personen. Die Zimmer sind meist möbliert. Ein Platz im Wohnheim ist verhältnismäßig günstig. Manchmal sind Internet- und Rundfunkanschluss bereits enthalten.

Gut zu wissen: Die Plätze sind begehrt, oft gibt es Wartelisten. Frühzeitig bewerben lohnt sich. Das geht meist online, zum Beispiel auf www.studentenwerke.de.

Was ist eine WG?

In einer Wohngemeinschaft wohnst du mit einem oder mehreren anderen Menschen zusammen. Ihr teilt euch Küche und Bad, manchmal auch ein Wohnzimmer. Auch Miete und Nebenkosten werden aufgeteilt. Gleiches kann gelten für die Kosten für Wohnungsausstattung, Strom, Telefon und Internet. Eine WG ist daher meist günstiger als eine eigene Wohnung.

In einer WG lernst du schnell neue Leute kennen und bist selten allein. Das kann allerdings auch zu Problemen führen. Etwa wenn du Ruhe zum Lernen brauchst oder die Vorstellungen von der Haushaltsführung nicht übereinstimmen.

Du solltest dir vorher überlegen, ob du WG-geeignet bist:

Pro WG

Contra WG

  • Du hast gerne Gesellschaft.
  • Du kannst dich an einen Putzplan halten.
  • Du bist kompromissbereit.
  • Du wohnst lieber für dich alleine.
  • Du putzt, wenn du es für richtig hältst.
  • Du willst alles selbst entscheiden.

Macht eine eigene Wohnung Sinn?

Eine eigene Wohnung kannst du ganz nach deinen Wünschen gestalten. Dafür ist die Miete in der Regel teurer. Außerdem musst du meist alleine für sämtliche Anschaffungen wie Möbel, Küchengeräte, Internet und Telefon aufkommen.

Wenn dir Ruhe, Unabhängigkeit und Privatsphäre wichtig sind, ist diese Wohnform allerdings unschlagbar.

Du solltest dir vorher überlegen:

Pro eigene Wohnung

 

Contra eigene Wohnung

  • Du hast Ruhe, wenn du sie brauchst.
  • Du kannst alles alleine entscheiden.
  • Bad, Küche und Co hast du für dich.
 
  • Die Mietkosten sind meist höher.
  • In der Regel musst du Möbel alleine kaufen.
  • Telefon, Internet, TV zahlst du alleine.

Wie findet man eine Wohnung?

Im Internet kann man bei verschiedenen Plattformen nach WG-Zimmern oder Wohnungen suchen. Eine gute Anlaufstelle ist auch das schwarze Brett an deiner Hochschule. Hier findest du Angebote, die sich direkt an Studierende richten. Auch die Studentenwerke können dir Tipps geben oder sogar konkrete Angebote vermitteln.

TIPP: Du solltest frühzeitig mit der Wohnungssuche beginnen. Besonders zum Wintersemester suchen viele Studierende nach einer Unterkunft.

Was muss man beim Umzug beachten?

Sobald du umgezogen bist, musst du dich beim zuständigen Einwohneramt melden. Dafür gibt es Fristen – verpasst du sie, musst du Bußgeld zahlen. Am besten erkundigst du dich noch vor deinem Umzug, welche Fristen gelten.

Versicherungen im Studium

Welche Versicherungen du im Studium brauchst, erfährst du hier.

Muss man sich als Studierender versichern?

Ja, als Studierender bist du versicherungspflichtig. Du brauchst eine Kranken- und eine Pflegeversicherung. Wenn du dich an einer Hochschule einschreibst, musst du einen Nachweis deiner Versicherung vorlegen.

Wie lange ist man familienversichert?

Bis du dein 25. Lebensjahr vollendet hast, kannst du über einen Elternteil gesetzlich familienversichert sein. Du selbst zahlst dann keine Beiträge.

Wenn du einen Freiwilligendienst absolviert hast, kann sich dein Anspruch verlängern. Gleiches gilt für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit.

Wie kann man sich selbst krankenversichern?

Bist du nicht mehr über deine Eltern versichert, musst du dich selbst versichern. Dann giltst du als „pflichtversicherter Studierender“.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es dafür einen speziellen Tarif. Dieser ist in ganz Deutschland gleich hoch. Allerdings kommt je nach Krankenkasse ein unterschiedlich hoher Zusatzbeitrag dazu.

Wenn Du eine Krankenversicherung abschließt, wird in der Regel beim gleichen Anbieter gleichzeitig eine Pflegeversicherung abgeschlossen.

Gilt die Krankenversicherung auch im Ausland?

Da die reguläre Krankenversicherung meist nur im Inland gilt, ist für Auslandsreisen oder ein Auslandssemester eine eigene Versicherung abzuschließen. Eine solche  Auslandskrankenversicherung ist aber schon für wenige Euro im Jahr erhältlich.

Ist eine Unfallversicherung erforderlich?

Während deines Studiums bist du über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Diese greift bei einem Unfall in der Hochschule, auf dem Weg zur Hochschule sowie in der Regel auch bei offiziellen Angeboten des Hochschulsports.

Wenn Du einen Nebenjob machst, bist du über deinen Arbeitgeber unfallversichert.

Wichtig: Nicht versichert sind alle Aktivitäten in deiner Freizeit neben dem Studium. Für diese Fälle kann der Abschluss einer privaten Unfallversicherung sinnvoll sein.

Welche Versicherungen gibt es sonst noch?

Eine Private Haftpflichtversicherung schützt dich davor, dass durch dich verursachte Schäden hohe Kosten nach sich ziehen.

Je nach deinen persönlichen Bedürfnissen kann außerdem eine Hausratsversicherung oder Fahrradversicherung sinnvoll sein.

Gut zu wissen: Wenn deine Eltern eine der genannten Versicherungen abgeschlossen haben, bist du unter Umständen mitversichert.

Darüber hinaus kommt auch für Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Betracht.

Auf www.studienwahl.de kannst du weitere Informationen rund um das Thema Versicherung nachlesen.

Studieren mit Behinderungen

Für Menschen mit Behinderungen oder chronischer Erkrankung gibt es verschiedene Möglichkeiten, im Studium Unterstützung zu bekommen.

Was ist ein Härtefallantrag?

Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen ist ein kleiner Prozentsatz der Plätze für Menschen reserviert, für die eine Ablehnung eine „außergewöhnliche Härte“ darstellen würde. Das ist etwa bei einer Krankheit mit Tendenz zur Verschlimmerung der Fall. Nachweisen musst du dies mit einem fachärztlichen Gutachten. Ein Schwerbehindertenausweis alleine reicht nicht.

Wichtig: Du musst trotzdem die nötigen Voraussetzungen für dein Wunschstudium erfüllen. Ein Studium ohne die erforderliche Hochschulreife (fachgebunden, allgemein oder Fachhochschulreife) ist über den Härtefallantrag also nicht möglich.

Was ist ein Nachteilsausgleich?

Ein Studium folgt meist ziemlich engen Vorgaben. In der Prüfungsordnung ist genau festgelegt, was du wann und wie studieren musst. Wenn du diese Vorgaben aufgrund deiner Behinderung nicht einhalten kannst, solltest du einen Nachteilsausgleich beantragen. Der wird immer an deine Situation und deine Bedürfnisse angepasst. Er kann daher ganz unterschiedlich aussehen.

Beispiele sind etwa mündliche statt schriftlicher Prüfungen oder längere Fristen bei der Abgabe von Arbeiten. Auch bei der Zulassung kannst du unter Umständen einen Nachteilsausgleich einfordern.

Den Nachteilsausgleich beantragst du in der Regel beim Prüfungsamt.

Gibt es technische Hilfen und Assistenzen?

Folgende Hilfen können je nach persönlicher Situation sinnvoll sein:

  • Technische Hilfsmittel können zum Beispiel ein PC mit Sprachausgabe oder eine Braillezeile sein. Diese musst du dir in der Regel selbst besorgen. Die Hochschulen können nur sehr begrenzt Hilfsmittel zur Verfügung stellen.
  • Eine Studienassistenz hilft dir bei Aufgaben, die du nicht selbst erledigen kannst. Sie liest dir zum Beispiel Texte vor oder fertigt Mitschriften an. Bei der Suche nach einer Assistenz hilft dir die Beratungsstelle an deiner Hochschule.
  • Brauchst du als gehörloser oder hörbeeinträchtigter Mensch eine Gebärdensprachdolmetscherin oder einen -dolmetscher, hilft dir eine Kommunikationsassistenz. Die bekommst du über die Vermittlerzentrale deines Bundeslands.

Finanziert werden die Hilfen meist über die Eingliederungshilfe der Sozialämter.

Wichtig: Damit du von Anfang an die nötige Unterstützung bekommst, solltest du dich rechtzeitig vor Studienbeginn darum kümmern. Sprich am besten mit der Beratungsstelle deiner Hochschule. Dort bekommst du auch Hilfe bei der Antragstellung.

 

Gibt es finanzielle Unterstützung?

Um deinen Lebensunterhalt während des Studiums zu finanzieren, kannst du BAföG beantragen. Dazu musst du die üblichen BAföG-Kriterien erfüllen. Dort sind allerdings keine Mehrausgaben berücksichtigt, wie sie Menschen mit Behinderung oft haben.

Speziell für Menschen mit Behinderung gibt es verschiedene zusätzliche Leistungen. Diese sind auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. Lass dich am besten dazu beraten. Hier findest du einige Beispiele:

  • Hilfen für das Studium werden etwa über die Eingliederungshilfe der Sozialämter bezahlt.
  • Geld für Mehrausgaben im Alltag kannst du über die Grundsicherung bekommen. Zuständig ist das Jobcenter vor Ort.
  • Kindergeld wird unter Umständen länger ausgezahlt.
  • Von vielen Gebühren und Beiträgen rund um das Studium kannst du dich befreien lassen oder zahlst weniger.
  • Unter Umständen hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld II.

Wo kann man sich beraten lassen?

Sowohl die Hochschulen als auch die Studentenwerke haben Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Meistens gibt es auch eigene Beratungsangebote. Nutze diese Angebote, unbedingt auch schon vor dem Beginn deines Studiums. So stellst du sicher, dass du optimal unterstützt in dein Studium startest. Einen Überblick über die Beratungsangebote bietet dir das Deutsche Studentenwerk.

Wenn es um spezielle Leistungen geht, kannst du dich auch bei den zuständigen Behörden oder Organisationen beraten lassen.

Auch deine Agentur für Arbeit hilft dir bei allen Fragen rund um das Studium und Leistungen gerne weiter. Mach am besten gleich einen Termin aus: Gebührenfrei unter der Telefonnummer 0800 4 555500.

Wege ins Ausland im Studium 

Falls du dich für ein Auslandssemester oder ein komplettes Auslandsstudium entschieden hast, informiere dich hier, wie du einen Studienplatz im Ausland bekommen kannst. Außerdem findest du Tipps und Hinweise zur Finanzierung.

Auslandsaufenthalt JA oder NEIN ?

Es gibt viele gute Gründe, die für einen Auslandsaufenthalt im Studium sprechen. Hier sind einige davon:

  • du vertiefst deine Kenntnisse in einer anderen Sprache,
  • du lernst eine fremde Kultur kennen und knüpfst Kontakte,
  • deine Persönlichkeit entwickelt sich weiter,
  • du wirst selbstständiger und
  • viele Arbeitgeber schätzen Auslandserfahrung.

Du wünschst eine Beratung dazu, was dir ein Auslandsstudium bringen kann oder wie du einen Studienplatz im Ausland bekommst? Die Auslandsberaterinnen und Auslandsberater der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) beantworten gerne deine Fragen.

So erreichst du sie:

Telefon: 0228 713-1313 von Montag bis Freitag, jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Auslandssemester?

Das kommt darauf an, was du mit dem Auslandsaufenthalt erreichen willst.

  • Ein Sprachkurs für ein sprachwissenschaftliches Studium ist in der Regel zu Studienbeginn sinnvoll.
  • Möchtest du deine Studienkenntnisse vertiefen, bietet sich das vierte oder fünfte Semester an.
  • Willst du für deine Abschlussarbeit im Ausland recherchieren? Dann ist natürlich die Vorbereitungsphase für die Arbeit der optimale Zeitpunkt.

Die Studienberatung deiner Hochschule hilft dir gerne weiter. Auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)

informiert zum Auslandsstudium. Und auch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit kann dich bei Fragen rund um das Studium im Ausland unterstützen.

Wichtig: Bei internationalen Studiengängen sind der Zeitpunkt und die Dauer oft vorgeschrieben. Das steht dann in der Prüfungsordnung.

Welcher ist der einfachste Weg ins Ausland?

Viele Hochschulen haben Austauschprogramme mit Hochschulen in anderen Ländern. Über eine solche Kooperation ins Ausland zu gehen hat viele Vorteile. Meistens ist es so leichter, sich Leistungen aus dem Auslandssemester anrechnen zu lassen. Außerdem ist es organisatorisch weniger Aufwand für dich.

Innerhalb von Europa hilft dir zudem das Erasmus+-Programm.

Welche Partner deine Hochschule hat, weiß das Akademische Auslandsamt. Dieses findest du an deiner Hochschule. Dort kannst du dich auch beraten lassen.

Tipp: Es gibt kombinierte Auslandsaufenthalte, bei denen das Auslandssemester durch ein Praktikum im Ausland ergänzt wird. Falls du das planst: Informiere dich vorher bei deinem Prüfungsamt, was dabei zu beachten ist.

Was tun, wenn die Hochschule keinen Partner im Wunschland hat?

Dann musst du dir selbstständig eine Hochschule suchen – als sogenannter „Freemover“. Der Organisationsaufwand erhöht sich dadurch für dich. Du musst selbstständig den Kontakt herstellen, dich bewerben und die Anrechnung deiner Leistungen organisieren. Außerdem musst du Studiengebühren zahlen, wenn an deiner Wunschhochschule welche anfallen.

Wichtig: Ein Auslandssemester komplett selbst zu organisieren, ist sehr viel Arbeit. Du solltest daher mindestens ein Jahr vor deiner Abreise damit anfangen.

Kann man von Anfang an im Ausland studieren?

Ja. Gründe für ein komplettes Studium im Ausland können etwa besondere fachliche Ausrichtungen sein. Auch der Ruf oder das internationale Ranking bestimmter Hochschulen können bei der Entscheidung eine Rolle spielen.

Natürlich entscheiden sich aber auch manche für diesen Weg, um Zulassungsbeschränkungen an deutschen Hochschulen zu umgehen. So gibt es in anderen Ländern zum Teil keinen N.C. auf Fächer wie Medizin.

Wichtig: Du solltest dich vorher unbedingt absichern, dass der Abschluss in Deutschland auch anerkannt wird.

  • Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) informiert über andere Länder. Viele Länder haben auch eine zentrale Infoseite. Dort kannst du dich über die Studienbedingungen informieren.

Was ist Erasmus+ ?

Das ist ein Programm der Europäischen Union. Es fördert unter anderem Praktika und Studienaufenthalte im europäischen Ausland. Voraussetzung ist, dass der Aufenthalt zwei bis zwölf Monate dauert.

Mit Erasmus+ kannst du einen monatlichen Geldbeitrag als Zuschuss bekommen. Dieser richtet sich nach den Lebenshaltungskosten in dem Land, in das du gehst. Es funktioniert wie ein Stipendium – du musst also nichts zurückzahlen. Du brauchst keine Studiengebühren zu bezahlen, falls an deiner ausgewählten Hochschule welche anfallen. Außerdem bekommst du Hilfe bei der Planung und Organisation deines Auslandsaufenthalts. Leistungen aus dem Ausland werden dir bei Erasmus+ in der Regel anerkannt.

Für das Programm bewirbst du dich beim Akademischen Auslandsamt deiner Hochschule. Mehr Informationen findest du auf www.erasmusplus.de und www.studienwahl.de.

Gibt es BAföG im Ausland?

Ja, wenn du mindestens 6 Monate oder ein Semester im Ausland studierst, ist BAföG möglich. Innerhalb der EU und der Schweiz kann das Studium auch von Anfang an gefördert werden, also nicht nur für ein Auslandssemester.

In Nicht-EU-Staaten geht das nicht. Dort gilt: Gehst du über eine Kooperation deiner Hochschule ins Ausland, kannst du für die Dauer des Aufenthalts gefördert werden. Wenn du deinen Auslandsaufenthalt unabhängig von einem Austauschprogramm deiner Hochschule als sogenannter „Freemover“ organisierst, kannst du maximal ein Jahr lang gefördert werden.

Wie beim Inlands-BAföG gibt es einen Teil als Zuschuss und einen Teil als zinsloses Darlehen, das du zurückzahlen musst. Den Antrag solltest du mindestens ein halbes Jahr vor deinem Auslandsaufenthalt stellen.

Alle wichtigen Informationen zu den Voraussetzungen und zum Antrag findest du unter www.bafög.de.

Tipp: Lasse deinen Anspruch prüfen, auch wenn du bisher kein BAföG bekommst. Für das Auslands-BAföG gelten andere Förderungsregeln.

Gibt es Stipendien für Auslandsstudien?

Viele Organisationen, aber auch Hochschulen, Unternehmen oder Länder vergeben auch Stipendien für Auslandsaufenthalte. Manche richten sich an eine große Zielgruppe. Andere sind für einen eingeschränkten Kreis bestimmt, zum Beispiel Studierende eines bestimmten Faches.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat dazu eine Stipendiendatenbank zusammengestellt.

Mit etwas Recherche ist bestimmt auch für dich das passende Stipendium dabei.

Erfahrungsberichte findest du auf dem abi>>-Portal.

Was ist ein internationales Studium?

Es gibt Studiengänge, die international ausgerichtet sind. Das kann je nach Hochschule etwas anderes bedeuten. Oft werden einzelne Veranstaltungen, manchmal der komplette Studiengang in anderen Sprachen gehalten. Häufig ist auch ein längerer Auslandsaufenthalt an einer Partneruniversität Pflicht. In einigen Fällen kannst du dabei auch einen deutschen und einen ausländischen Abschluss erwerben. Man spricht dann vom internationalen Doppelabschluss.

Umfassende Informationen zum Studium im Ausland findest du beim Deutschen Akademischen Austauschdienst und bei studieren weltweit.

Im finder von studienwahl.de kannst du nach internationalen Studiengängen suchen.

Erfahrungsberichte zum internationalen Studium findest du unter abi>>.

Kann man während oder nach dem Studium ein Praktikum im Ausland leisten?

Informationen über Auslandspraktika im Studium findest du beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Praktika bei internationalen Organisationen, wie beispielsweise bei Einrichtungen der Europäischen Union oder bei den Vereinten Nationen, ermöglichen Studierenden in höheren Semestern und Hochschulabsolventen einen Einblick in deren Aufgaben und Arbeitsabläufe.

Für weitere Informationen kannst du dich gerne an die Stelle "Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO)" wenden.

So erreichst du die Beratungsfachkräfte von BFIO:

Telefon: 0228 713-1331

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wo finde ich Informationen zum Auslandsstudium in bestimmten Ländern?

Hier eine Auswahl länderspezifischer Links zum Thema "Studieren im Ausland":

  • Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
  • Länderinformationen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

Probleme im Studium?

Im Studium auf Probleme zu stoßen ist gar nicht selten. Lies‘ nach, welche Möglichkeiten du hast und wo du Hilfe bekommen kannst.

Das Studium gefällt dir nicht (mehr) – was tun?

Zuerst musst du die Ursache dafür finden, warum das Studium dir nicht (mehr) liegt. Folgende Gründe sind denkbar:

  • Die Inhalte gefallen dir nicht, du bist über- oder unterfordert.
  • Aufbau, Methoden und Organisation des Studiums liegen dir nicht.
  • Du kommst nicht mit deinen Mitstudierenden klar oder findest keinen Anschluss.

Zweifel können immer auftreten. Eine Patentlösung gibt es leider nicht. Du selbst musst überlegen, was für dich am besten ist. Bevor du dein Studium abbrichst, versuche deshalb zunächst die Probleme zu lösen. Vielleicht bringt eine Schwerpunkt-Verlagerung mehr Freude am Studieren? Kannst du neue Leute kennenlernen, etwa über den Hochschulsport oder Engagement in der Fachschaft oder einer Neigungsgruppe?

Tipps und Beispiele, wie andere mit der Situation umgegangen sind, findest du im abi>> Portal.

Wende dich mit deinen Fragen auch an die Studienberatung oder Allgemeine Beratung deiner Hochschule. Auch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit hilft dir weiter.

Wie kannst du deine Leistungen verbessern?

Oft hilft es, zusammen mit anderen Studierenden zu lernen. Vielleicht möchten ja jemand eine Lerngruppe mit dir gründen?

An vielen Hochschulen gibt es Kurse, die zur Wiederholung und Übung des Lehrstoffes gedacht sind. Viele Hochschulen bieten außerdem Seminare zum Thema Selbstorganisation, wissenschaftliches Arbeiten oder Prüfungsvorbereitung an.

Und auch im Studium gibt es Nachhilfe. Zum einen kannst du sie ganz klassisch über einen kommerziellen Anbieter bekommen. Oder du lässt dir den Stoff von einer Studentin oder einem Studenten aus einem höheren Semester erklären. Frag doch mal deine Hochschullehrkräfte, ob sie dir jemanden empfehlen können.

Was tun bei Problemen mit dem Lehrpersonal?

Hast du Differenzen mit Lehrkräften an deiner Hochschule? Dann solltest du diese zunächst um ein persönliches Gespräch bitten. Vieles lässt sich so besser klären als im Seminar. Geht es um Noten, lass dir die Beweggründe erläutern. Erkläre wiederum sachlich deinen Standpunkt. Es trägt zur Lösungsfindung bei, wenn man sich der Erwartungen des Gegenübers bewusst ist.

Wenn eine Einigung trotzdem nicht möglich ist, kannst du versuchen, die Person zu umgehen. Schau im Vorlesungsverzeichnis nach. Vielleicht gibt es vergleichbare Seminare oder Vorlesungen von anderen Dozentinnen und Dozenten.

Gerade in kleineren Studiengängen ist das aber oft nicht möglich. Dann kann es helfen, eine dritte Person als Vermittler einzuschalten. Frag‘ zum Beispiel mal bei der Fachschaft nach. Sie kann versuchen, zwischen Studierenden und dem Lehrpersonal zu schlichten.

Hilft ein Hochschulwechsel?

Die Hochschule zu wechseln macht Sinn, wenn

  • du mit der Art und Weise, wie die Inhalte vermittelt werden, Probleme hast.
  • die Studienschwerpunkte an deiner Hochschule nicht zu deinen Erwartungen passen.
  • du unüberbrückbare Probleme mit Lehrkräften hast.
  • du dich in deinem (Studien-)Umfeld einfach nicht wohl fühlst.

Überlege dir, was genau du gerne anders hättest. Möchtest du mehr Praxiserfahrung im Studium sammeln? Sollten die Lehrinhalte praktischer orientiert sein? Dann bist du vielleicht an einer Fachhochschule besser aufgehoben als an einer Universität.

Möchtest du nicht nur lernen, sondern mit mehr Praxisbezug studieren und dabei schon Geld verdienen? Ein Studienabschluss ist dir aber trotzdem wichtig? Dann ist ein duales Studium vielleicht das Richtige für dich.

Hilft ein Fachwechsel?

Ein Fachwechsel macht dann Sinn, wenn

  • du mit den Inhalten deines Fachs Probleme hast,
  • Ablauf, Methoden und Organisation eines Studiums dir aber zusagen.

Sind es ganz bestimmte Inhalte, die dir Probleme bereiten? Bist du mit deiner Studienrichtung an sich zufrieden? Dann kann es sich lohnen, nach ähnlichen Studiengängen zu suchen. Vielleicht findest du ein Studienfach, das besser zu dir passt. Die Angebote unterscheiden sich oft nur in Details. Zum Beispiel können in einem ähnlichen Fach einige Module anders sein. So kannst du dir eventuell bereits erzielte Leistungen anrechnen lassen.

Wenn du mit deinem Fach generell unzufrieden bist, kann ein Fachwechsel sinnvoll sein. Starte in diesem Fall neu mit der Orientierung. Gibt es vielleicht eine Fachrichtung, die du schon einmal ins Auge gefasst hast? Geh den Prozess, einen Studiengang für dich zu finden, erneut durch. Dieses Mal mit dem Wissen, was dir bei deinem ersten Anlauf gefallen hat und was nicht.

Ist eine Ausbildung der richtige Weg?

Du arbeitest lieber praktisch als nur Theorie zu lernen? Du möchtest neu erworbenes Wissen gleich einsetzen? Vielleicht ist eine Ausbildung eine gute Alternative für dich.

Das Studium abzubrechen und sich für eine betriebliche Ausbildung zu entscheiden, ist kein Makel. Viele Unternehmen stellen gerne gerade Studienabbrecher ein. Erfahrungen und Kenntnisse aus dem Studium sind vielfach von Vorteil. Insbesondere dann, wenn sich die Inhalte aus dem Studium mit denen der Ausbildung überschneiden. Zum Teil kannst du deine Ausbildung sogar verkürzen.

Eine Alternative kann auch die Aufnahme einer schulischen Ausbildung sein.

 

Wo gibt es Hilfe?

Studienberatung an der Hochschule

Für allgemeine Fragen zum Studium gibt es an jeder Hochschule eine Zentrale oder Allgemeine Studienberatung. Diese ist für die ganze Hochschule zuständig und hilft dir auch bei der Organisation deines Studiums und bei Problemen.

Hast du Fragen zu deinem Studiengang, einem bestimmten Modul oder einem Seminar? Wende dich an die Studienfachberatung. Diese gibt es für jedes Fach.

Oft gibt es außerdem eine Psychologische Beratungsstelle für Studierende. Dorthin kannst du dich bei persönlichen Problemen wenden, die Auswirkungen auf dein Studium haben. Diese Gespräche sind vertraulich.

Die Hochschulen haben außerdem Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung und teilweise auch für Studierende mit Kind.

Beratung durch deine Agentur für Arbeit

Du kannst dich auch an deine Arbeitsagentur vor Ort wenden. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater dort helfen dir gerne weiter. Gerade um sich neu zu orientieren, ist die Berufsberatung deine erste Anlaufstelle.

Vereinbare am besten gleich einen Termin unter der Telefonnummer 0800 4  555500 (gebührenfrei).